Entstehung

Die „Geschichte“ des Massenheimer Tennisvereins 77 e.V.

 

Wie entstand der MTV 77 e.V.
Im Februar 1977 machten sich an einem schönen und sonnigen Wochenende Hugo Bär, Manfred Bär (†), Dieter Bohrmann, Erich Gonder, Hans-Gerd Huth (†) und Dieter Jung auf eine mehrtätige Wanderung von der Saalburg im Taunus nach Lorsch am Rhein auf. Auf dem Weg kam den Teilnehmern der Gedanke, in Massenheim einen Tennisverein aus der Taufe zu heben. Drei von ihnen spielten bereits in anderen Vereinen und wollten dies nun „vor Ort“ ebenfalls praktizieren. Im Frühjahr 1977 wurde mittels Aushängen und Bekanntmachungen zu einer Vorbesprechung in die noch heute existierende Gaststätte „Zur Krone“ eingeladen. Da zahlreiche interessierte Bürger von der Idee angetan waren, wurde am 06. Juli 1977 der „Massenheimer Tennisverein 77 e.V.“ gegründet. Der erste Vorstand setzte sich aus folgenden Personen zusammen: 1. Vorsitzender Heinz Mette, 2. Vorsitzende Judith Krümpelmann, Sportwart Dieter Jung, Jugendwartin Marianne Mette, Kassenwart Dieter Bohrmann und Schriftführer Hugo Bär. Die erste Hauptversammlung fand am 22. Oktober 1977 ebenfalls in der Gaststätte „Zur Krone“ statt, zu der der 1.Vorsitzende bereits 28 Mitglieder begrüßen konnte.

Ein Tennisverein ohne Tennisplätze?
Dies geht natürlich nicht. So ging es an die Suche nach einem geeigneten Grundstück für eine Tennisanlage. Zwei Ideen (ein Grundstück an der Ottmühle, ein anderes unterhalb des Friedhofes) scheiterten an den örtlichen Planungsverhältnissen. Bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück stieß man auf Pläne, die einen Sportplatz für Fußball und Feldhandball hinter der Sport- und Kulturhalle vorsahen. Diese beiden Sportarten waren jedoch in Massenheim seit längerem nicht mehr vorhanden. So sprach man beim damaligen Bürgermeister Gensch vor und bat ihn, dieses Gelände zur Verfügung zu stellen. Dem jungen Verein wurde dies auch kurzfristig zugesagt. Nach diesem wichtigen Schritt wurde mit der Planung und dem Bau der Tennisanlage begonnen werden. Während der Bauphase und bis zur Einweihung der Anlage konnten die Mitglieder auf angemieteten Plätzen in Wildsachsen ihrem Sport nachgehen, auf denen auch die ersten Meisterschaften und Mannschaftswettbewerbe ausgetragen wurden.

Endlich auf der eigenen Anlage
Aufgrund der hervorragenden Planung durch Manfred Bär und der Hilfe sämtlicher Mitglieder wurde schnellstens die Tennisanlage errichtet und konnte bereits im Sommer 1979 eingeweiht und bespielt werden. Auch ein Hangabrutsch an Platz 3, durch die die Außenecke des Platzes mit abgerutscht war, hervorgerufen durch Grund- und Schichtwasser wurde gemeinsam bewältigt. Für das Vereinsleben und die Vereinsfeste wurde eine kleine Holzhütte gebaut. Dieses so genannte „Hütt´che“ trotzte vielen Feierlichkeiten und Festen und die Mitglieder erlebten viele unvergessliche Stunden in und am „Hütt´che“. Die bereits hier schon vorhandene „Terrasse“ aus einfachem Beton in Richtung Westen erlebte ebenfalls viele schöne gemeinsame Abende. Aufgrund des einzigartigen Panoramas von der Terrasse Richtung Westen in das angrenzende steppenreiche Naturschutzgebiet über die damaligen Plätze 4 + 5 hinweg wurde der Sonnenuntergang mehr als einmal als „die Sonne von Kenia“ beschrieben.

Wir wachsen und brauchen Platz
Aufgrund der Tennisbegeisterung Mitte der achtziger Jahre wuchs der Verein auf eine stattliche Anzahl von gut 220 Mitgliedern. Bei einer Einwohnerzahl in Massenheim von 1.500 und der Konkurrenz größerer Vereine im Umfeld, eine stolze Anzahl. Das „Hütt´che“ war urig, gemütlich und zweckmäßig. Mit wachsender Mitgliederzahl und gestiegenen Ansprüchen, wurde es jedoch zu klein. Außerdem verfügte es über keinerlei sanitären Einrichtung, geschweige denn eine Dusche. Hier behalf man sich jahrelang mit den angrenzenden sanitären Einrichtungen der Sport- und Kulturhalle. Der Vorstand plante mit Zustimmung der Mitglieder ein massives Clubhaus, das ausreichend Platz und Einrichtungen für viele Eventualitäten bieten würde. Die Genehmigung gestaltete sich schwierig, da die Tennisanlage sich direkt in Nachbarschaft zu einem Naturschutzgebiet befindet und hier die Behörden Probleme sahen. Man berief sich im Endeffekt erfolgreich auf Zusagen aus den früheren Jahren, nach denen man einen Bau eines Clubhauses genehmigt bekommen sollte. Im September 1987 konnte endlich, auch mit ein wenig Wehmut, Abschied vom „Hütt`che“ genommen werden und man begann mit den Arbeiten für ein massives Clubhaus. Bis auf den Dachstuhl wurden sämtliche Arbeiten in Eigenregie und ehrenamtlich erstellt. Viele tausend Arbeitsstunden waren nötig, selbst an „hochheiligen“ Feiertagen wie Karfreitag, Heilig Abend oder Sylvester wurde gearbeitet, um sich den Traum vom massiven Clubhaus zu ermöglichen.

Es ist soweit
Im Juli 1989 war es endlich soweit und das neue Clubhaus konnte in Anwesenheit von Bürgermeister Zintel eingeweiht werden. Nun verfügt der Verein über einen großzügigen Clubraum, eine voll ausgestattete Küche, sanitäre Einrichtungen und eine herrliche, sonnige Terrasse, auf der immer noch die berühmte „Sonne von Kenia“ allabendlich beobachtet werden kann. Das Clubhaus wird für sämtliche Feiern des MTV 77 e.V. genutzt, angefangen von der Saisoneröffnung, über das Sommernachtsfest bis zum Saisonabschluss. Es ist ausgelegt, um bis zu 60 Personen Platz zu bieten. Die Mitglieder können nach Absprache jederzeit das Clubhaus auch für private Feiern nutzen.

Erste Alterserscheinungen und „was tun ohne Wasser“? 
Nach gut 13 Jahren Spielbetrieb hatten die Tennisplätze eine Generalüberholung nötig. Just in diesen Zeitraum fiel aufgrund langer Trockenheiten die Ausrufung des Wassernotstandes, in der die Tennisplätze nicht mehr bewässert werden durften. Da man nicht wusste, ob diese Maßnahme noch öfter vorkommen würde und somit ein geregelter Spielbetrieb nicht mehr aufrecht zu erhalten gewesen wäre, entschied sich der Verein auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, dass der Platzbelag von Ziegelmehl auf Kunstrasen mit Quarzsand umgestellt werden soll. Dieser Platzbelag zeichnet sich dadurch aus, dass keinerlei Wässerungen mehr notwendig sind und ein Spielbetrieb fast das ganze Jahr möglich ist. Außerdem hat der Belag noch den großen Vorteil, dass nach kürzester Zeit nach einem Regen die Plätze wieder bespielbar sind. Außerdem ist er überaus gelenkschonend und braucht fast keine Pflege mehr, was die effektive Spielzeit pro Stunde erheblich erhöht. Die Finanzierung wurde durch Sonderumlagen für alle Mitglieder und durch Zuschüsse sowie Eigenmittel gesichert.

Ergänzungen der Anlage
Im Jahr 2001 wollte man noch etwas mehr außerhalb des Tennisplatzes für die kleinsten Mitglieder im Verein tun. Man errichtete einen kleinen Spielplatz mit Sandkasten, Schaukel, Wippe und Rutsche.
Im Jahr 2004 wurde die gesamte Zaunanlage der Tennisanlage ebenfalls in Eigenregie erneuert.
Im Jahr 2008 musste aufgrund der Abnutzung des Kunstrasens eine Generalüberholung der Plätze mit Verlegung eines neuen Platzbelages mit neuem Quarzsand erfolgen. Diese Maßnahme wurde durch den MTV 77 e.V. ohne die Aufnahme von Fremdkapital bewerkstelligt, worauf der Vorstand sehr stolz ist. Dies zeigt, dass der Verein wirtschaftlich kerngesund ist und relativ entspannt in die Zukunft blicken kann.

Sportliches im MTV 77 e.V.
Der Verein war und ist bestrebt in der Teamspielrunde (früher Medenspiele genannt) mit vielen unterschiedlichen Mannschaften vertreten zu sein. Aufgrund der allgemeinen Mitgliederstruktur, mit der alle Tennisvereine zu kämpfen haben, ist es manches Mal etwas schwierig Mannschaften zusammen zu stellen.
Zur Zeit ist der Verein stolz, dass die Damen 30-Mannschaft in der Gruppenliga  spielt. Die 1. Herren Mannschaft ist als Gruppensieger der Kreisliga-A im Jahr 2012 in die Bezirksliga aufgestiegen. In der Kreisliga A spielen die Herren 50. Die Damen 50 Mannschaft spielte 2012 in der Kreisliga-A und erreichte den vierten Platz. In diesem Jahr spielen sie nicht mehr. Dafür hat sich eine neue Damen 40 Mannschaft gebildet, die in der Kreisliga A ihre ersten Spiele austragen werden. Außerhalb der Teamspiele nimmt der Verein an den mehr auf Hobbyspieler ausgelegten Runden Doppelspass und Hobbyrunde teil.
Außerhalb dessen bietet der Verein regelmäßige Treffen an, zu denen alle Mitglieder herzlich eingeladen sind und die es Neumitgliedern erleichtern soll, Kontakte innerhalb des Vereins spielstärkenübergreifend zu knüpfen.

Fazit:
Nach über 35. Jahren kann der Verein auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken. Der ehemalige 1.Vorsitzende Karl Forkert, der den Verein seit 1980 bis zum Jahr 2011 führte, hat es geschafft, den Verein durch viele Höhen und auch Tiefen zu leiten. Ohne den unermüdlichen zeitlichen und personellen Einsatz würde es sicherlich den MTV 77 e.V. in seiner heutigen Form nicht geben.
Karl Forkert hat nach über 30 Jahren Vorstandsarbeit im März 2011 den Staffelstab an Günter Kaas übergeben, an dem es nun ist, den Verein als 1.Vorsitzender weiter fort zu entwickeln.
In Zusammenarbeit mit dem 2.Vorsitzendem Lars Tosic, der eigenverantwortlich den gesellschaftlichen Bereich des Vereins führt, sowie Dieter Ahlers, der für den sportlichen Bereich zuständig ist und Andrea Liebscher, die die Jugend im MTV 77 wieder begeistern möchte, besteht ein homogenes Team, dass sich durch gute und intensive Zusammenarbeit auszeichnet.  Nicht vergessen werden dürfen natürlich Hans-Jürgen Schmidt, der das Amt des Schriftführers ausübt und Daniela Forkert, die für die Finanzen verantwortlich ist. Beide wollen ebenso gut und effektiv ihren Teil zu einer gelungenen Vorstandsarbeit beitragen. der Vorstand des MTV77 e.V.